Was sind freie Radikale?
Was auf zwischenmenschlicher Ebene glücklicherweise nicht die Regel ist, ist auf biochemischer Ebene in deinem Körper gang und gäbe. Sogenannte freie Radikale sind Moleküle, die nur ein ungepaartes Elektron (Single) besitzen. Da sie erst mit zwei Elektronen (Paar) zu einer stabilen Verbindung werden, versuchen sie mit aller Kraft, dem Elektronenpaar eines anderen Moleküls ein Elektron zu stehlen.
Gelingt ihnen dieses eigensinnige Vorhaben, bleibt das Elektron eines anderen Moleküls wiederum ohne Bindungspartner und muss sich einen neuen suchen. Es beginnt eine Kettenreaktion, die Zellen belasten und oxidative Prozesse in deinem Körper beeinflussen kann.
In diesem Beitrag erfährst du:
- Wie du geschickt Einflüsse vermeidest, um weniger freie Radikale aufzunehmen.
- Was du tun kannst, um deine antioxidative Balance im Alltag zu unterstützen.
- Welche Rolle antioxidative Nährstoffe dabei spielen können.
- Warum freie Radikale nicht nur schlecht sind und wann sie für dich arbeiten.
1. Wie entstehen freie Radikale?
Die Bildung freier Radikale ist ein normaler Prozess, der permanent in deinem Körper stattfindet. Alle Systeme in deinem Körper arbeiten, indem sie Stoffwechselprozesse anstoßen und die erzeugte Energie verwerten. Während der Stoffwechselprozesse in deinem Organismus entstehen freie Radikale als Zwischenprodukt.
Neben der Entstehung bei den normalen Körperprozessen können auch verschiedene Umwelteinflüsse dafür sorgen, dass die Anzahl der freien Radikale in deinem Körper steigt:
- Chemikalien: Hautkontakt oder auch das Einatmen der Dämpfe von Lösungsmitteln oder Reinigern belasten deinen Körper.
- Strahlung: Nicht nur, wenn du dich Röntgenstrahlung aussetzen musst, hat das einen Einfluss auf die Produktion von freien Radikalen in deinem Körper. Auch UV-Strahlung kann die Produktion ankurbeln.
- Luftverschmutzung: Wenn du in der Stadt lebst und einen Wanderurlaub machst, wirst du bemerken, dass die Luft viel klarer ist. Das ist nicht nur eine Einbildung, sondern die Menge der Schmutzpartikel in der Luft ist in der Natur tatsächlich geringer. Wenn du jedoch häufig verschmutzter Luft ausgesetzt bist, erhöht sich die Produktion von freien Radikalen in deinem Körper.
Neben Umwelteinflüssen hat auch dein Verhalten eine Auswirkung darauf hat, welche Mengen an freien Radikalen, zusätzlich zu den klassischen Stoffwechselprozessen, in deinem Körper gebildet werden. Dazu gehören:
- Rauchen: Nicht nur das Nikotin, sondern auch andere Stoffe in Zigaretten wirken belastend.
- Alkohol: Ein schönes Glas Wein zu einem leckeren Essen oder ein kühles Bier sorgen zwar auch für eine erhöhte Anzahl an freien Radikalen in deinem System, relevant wird es aber vor allem bei einem übermäßigen Alkoholkonsum. Dieser beeinflusst auch die Nährstoffbilanz in deinem Körper negativ.
- Stress: Auch du wirst im Alltag immer wieder mit stressigen Situationen konfrontiert und diese zu vermeiden ist oftmals kaum möglich. Wenn du über längere Zeit unter Anspannung stehst, kann das dazu führen, dass die Menge der freien Radikale in deinem Körper steigt.
Bei diesen Faktoren ist dir vermutlich bewusst, dass sie nicht den besten Einfluss auf deinen Alltag haben. Deshalb wird es dich überraschen, dass auch Sport für ein erhöhtes Niveau an freien Radikalen sorgt – insbesondere Leistungssport. Selbstverständlich sollst du nicht damit aufhören, es sollte dir aber bewusst sein, dass auch dieser Faktor das Niveau der freien Radikale in deinem Körper beeinflusst.
2. Warum bildet dein Körper freie Radikale?
Wenn dein Körper auf äußere Einflüsse reagiert, laufen dabei viele Prozesse gleichzeitig ab. Auch dein Immunsystem bildet in diesem Zusammenhang freie Radikale. Diese Moleküle sind Teil normaler zellulärer Abläufe und entstehen unter anderem dann, wenn dein Körper verschiedene Stoffwechsel-Prozesse durchführt.
Ein Beispiel: Wenn du atmest, wird Sauerstoff über die Lunge aufgenommen und über das Blut zu den verschiedenen Zellen in deinem Körper transportiert, die den Sauerstoff zur Bildung von Energie benötigen.
Dabei entsteht in deinen Zellen eine sogenannte Homöostase. Das bedeutet, dass zwischen der Bildung und dem Abbau von reaktivem Sauerstoff in deinen Zellen ein Gleichgewicht bestehen muss. Nur so können deine Zellen auf Dauer richtig funktionieren und dein Körper kann die Aufgaben erfüllen, die du ihm zuweist. Beim Abbau von Sauerstoff entstehen freie Radikale. Sie sind also ein Zeichen für einen funktionierenden Stoffwechsel.
Die Bildung von freien Radikalen ist ein Signal dafür, dass im Körper gerade ein Prozess stattfindet, auf den reagiert werden muss. Auch wenn du neue Bewegungsabläufe erlernst, senden die freien Radikale ein Signal, das die Muskelerinnerung ankurbelt.
Indem dein Körper also freie Radikale bildet, sendet er wichtige Signale, damit andere Systeme reagieren können. Du kannst diese also als eine Art Boten verstehen. Hast du in deinem Körper allerdings einen Überfluss an freien Radikalen, kann das zu einem Ungleichgewicht führen.
3. Wann können freie Radikale aus dem Gleichgewicht geraten?
Grundsätzlich sind freie Radikale in deinem System kein Problem, sondern ein Anzeichen dafür, dass dein Zellstoffwechsel wie vorgesehen funktioniert.
Nehmen die freien Radikale in deinem Körper jedoch Überhand, richten die Moleküle Schäden an Blutgefäßen, Proteinen und Lipiden an. Außerdem können freie Radikale auch den Zellkern schädigen und langfristig negative Wirkungen auf das gesamte Zellsystem haben.
Ein Überschuss an freien Radikalen führt zu sogenanntem oxidativen Stress. Das bedeutet, es herrscht ein Ungleichgewicht zwischen oxidativen und antioxidativen Prozessen. Wenn dieses Gleichgewicht über längere Zeit gestört ist, kann das die normale Funktion von Zellen beeinträchtigen.
4. Freie Radikale und Antioxidantien in Balance
Die Lösung ist aber nicht, dass du freie Radikale aus deinem Körper verbannst. Freie Radikale haben nämlich einen Gegenspieler, die sogenannten Antioxidantien, welche die freien Radikale in Schach halten.
Erfahre hier, was Antioxidantien sind, welchen Einfluss sie auf deine Gesundheit haben und wie du eine gute Versorgung sicherst.
Jetzt lesenAntioxidantien geben den freien Radikalen ein Elektron ab, wodurch deren Bestreben, eines zu stehlen, unterbunden wird. Dadurch stabilisieren Antioxidantien die freien Radikale und verhindern so eine Kettenreaktion. Beim Neutralisieren der freien Radikale verbrauchen sich die Antioxidantien allerdings selbst. Das bedeutet, dass diese dann im Depot deines Körpers fehlen.
Vitamin C trägt dazu bei, die Zellen vor oxidativem Stress zu schützen. Somit bilden freie Radikale und Antioxidantien eine wichtige Balance in deinem Körper, die dafür sorgt, dass er funktioniert.
5. So unterstützt du deine antioxidative Balance im Alltag
Du hast bereits erfahren, dass hohe Konzentrationen an freien Radikalen in deinem Körper zu einem Ungleichgewicht führen können. Deshalb ist es hilfreich, wenn du selbst aktiv wirst und dazu beiträgst, deine antioxidative Balance im Alltag zu unterstützen.
Zum einen kannst du versuchen die Situationen zu vermeiden, welche die Bildung von freien Radikalen begünstigen. Indem du mit dem Rauchen aufhörst, kannst du nicht nur deine Lunge schonen, sondern auch deinen Geldbeutel entlasten. Zudem nimmst du ohne Rauchen auch weniger Schadstoffe zu dir und entziehst deinem Körper weniger wichtige Nährstoffe. Das verringert belastende Einflüsse im Alltag. Auch ist es hilfreich, wenn du Alkohol nur in Maßen genießt und deinen allgemeinen Stresslevel reduzierst. Denn auch das sind Ursachen für ein erhöhtes Level an freien Radikalen.
Jedoch sind diese Faktoren nicht immer so einfach zu reduzieren. Selbstverständlich solltest du dich um einen gesunden Lebensstil bemühen, der idealerweise auch mit einer antioxidantienreichen Ernährung einhergeht.
Wenn du deine Routine ergänzen möchtest, können OPC-Kapseln mit Vitamin C eine praktische Ergänzung sein. Vitamin C trägt dazu bei, die Zellen vor oxidativem Stress zu schützen. OPC und Traubenkern-Extrakt sind pflanzliche Bestandteile der Rezeptur. Den sekundären Pflanzenstoff findest du in unseren OPC-Kapseln.
Vitamin C ist ein bekannter Nährstoff in diesem Zusammenhang, da es dazu beiträgt, die Zellen vor oxidativem Stress zu schützen.
Fazit
Ohne Antioxidantien würden freie Radikale zügig das Gleichgewicht in deinen Zellen beeinflussen. Sie erfüllen jedoch auch wichtige Funktionen im Stoffwechsel.
Daher solltest du dich bemühen, immer ein gewisses Gleichgewicht an freien Radikalen und Antioxidantien aufrechtzuerhalten. Nehmen die freien Radikale Überhand, da du zu wenig Antioxidantien aufnimmst, gelangst du in einen Zustand, der als oxidativer Stress bezeichnet wird.
Bewahre eine positive Balance, indem du dich um eine gesunde Ernährung bemühst und Radikal-bildende Einflüsse vermeidest. Wenn du mehr zu OPC aus Traubenkernextrakt erfahren möchtest, ergänzt Vitamin C die Rezeptur und trägt dazu bei, die Zellen vor oxidativem Stress zu schützen.