Was tun bei Hitze? Unsere Top Tipps gegen Hitze
1. Was Hitze im menschlichen Organismus bewirkt
Der Körper ist durchgehend damit beschäftigt, seine Körpertemperatur zu regulieren. Wenn diese zu sehr steigt, muss der Organismus auf Hochtouren Schweiß produzieren. Diese Flüssigkeit, die den Körper kühlen soll, wird über die Schweißdrüsen an die Haut abgegeben und verdunstet dann.
2. Wer ist besonders bei Hitze gefährdet?
Insbesondere Kinder, ältere Menschen, Schwangere und Menschen mit höherem Körpergewicht reagieren auf hohe Temperaturen oft empfindlicher. Kinder schwitzen weniger, sie können daher beschwerlicher mit Temperaturen ausgleichen. Bei den anderen genannten Gruppen verläuft die Regulierung der Temperatur oft langsamer. Dadurch können heiße Tage im Alltag schneller als anstrengend empfunden werden.
3. Die besten Tipps & Tricks für heiße Tage
Erfahre jetzt noch eine Reihe weiterer Tipps, die wir für dich zusammengestellt haben, mit denen du die Hitzewellen besser überstehst:
Tipp 1: Dusche nicht zu kalt
Besser wäre lauwarm duschen. Eine kalte Dusche wirkt zwar erstmal wie eine tolle Abkühlung, tatsächlich bewirkt diese jedoch, dass du hinterher noch mehr schwitzt. Durch das kalte Wasser geht die Körpertemperatur erstmal runter, das Gehirn bekommt ein Kältesignal. Die unter der Oberfläche gelegenen Blutgefäße ziehen sich zusammen, um Wärmeverlust zu verhindern. Nach der Dusche muss sich der Körper dann wieder auf die heiße Außentemperatur einstellen – die Gefäße reagieren mit verstärkter Schweißproduktion.
Tipp 2: Sorge für angenehme Abkühlung
Statt kalter Dusche lasse lieber öfters kaltes Wasser über deine Handgelenke laufen. Die Venen und Arterien sind an dieser Stelle nur von einer wenig isolierenden Hautschicht umgeben, dadurch wird das im Körper zirkulierende Blut schnell gekühlt. Ebenso eignen sich kalte Fußbäder, wenn du deinen Körper kühl halten möchtest.
Tipp 3: Reiße das Fenster auf
Aber nur in den Morgenstunden und nachts. Zu diesen Zeiten sind die Temperaturen noch kühl bis angenehm, achte also unbedingt darauf, dass du dann die Fenster in deiner Wohnung oder Büro aufreißt und lüftest.
Tipp 4: Dunkle dein Zimmer ab
Bei besonders heißen Temperaturen und bei Räumen, die viel Sonne abbekommen, sollten im Idealfall Jalousien angebracht werden, die Licht und Wärme raushalten. Ganz besonders für Schlafzimmer trifft das zu, da eine Zimmertemperatur von über 19 Grad für eine gute Schlafqualität nicht zu empfehlen ist.
Tipp 5: Halte die Luft feucht
Bei trockener Hitze kannst du Gefäße mit Wasser aufstellen und zum Beispiel auch Vorhänge befeuchten.
Ebenfalls zu empfehlen ist ein Ventilator. Dieser kann zwar die Temperatur nicht senken, aber er hilft dabei, dass der Schweiß auf der Haut schneller verdunstet und den Körper etwas herunterkühlt. Achte darauf, nicht permanent einem Zug ausgesetzt zu sein, da sich das schnell unangenehm anfühlen kann. Außerdem sollte der Ventilator nicht direkt ins Gesicht pusten, da sehr trockene Luft von vielen nicht als angenehm empfunden wird.
Wenn du eine Klimaanlage verwendest, sollte diese auf keinen Fall zu kalt eingestellt sein. In der Regel sagt man, dass diese Geräte maximal sechs Grad niedriger als die Außentemperatur eingestellt und nicht kälter als etwa 22 Grad eingestellt werden sollten. Das Problem bei Klimaanlagen ist, dass sie der Luft Feuchtigkeit entziehen. Deshalb kann es sinnvoll sein, die Raumluft nicht zu trocken werden zu lassen.
Tipp 6: Schütze dich vor direkter Sonne
Um bei Hitzewellen im Sommer den Kopf und Nacken vor starker Sonneneinstrahlung zu schützen und die eigene Hitze nicht zu hochzutreiben, solltest du dich nicht lange in direkter Sonne, sondern immer, wenn möglich, an kühlen Orten aufhalten. Verwende unbedingt Sonnenschutz wie Sonnencreme und Sonnenhut und Sonnenbrille, um direkte Sonnenstrahlen und Hitze etwas abzuwenden.
Tipp 7: Treibe nur mäßig Sport
Um deinen Kreislauf nicht zusätzlich zu belasten, solltest du während der heißen Tage vor allem Bewegung in der Mittagshitze vermeiden und ebenfalls keinen intensiven Sport treiben. Bist du viel Sport gewohnt, baue dein Workout am besten an den kühleren Morgenstunden ein, ansonsten verzichte deinem Körper zuliebe auf zu große Belastungen. So bleibt Training an heißen Tagen besser planbar.
Tipp 8: Trage luftige Kleidung
Du solltest möglichst für besseren Wärmeaustausch keine enganliegende Kleidung tragen. Es eignen sich besser helle statt dunkle Farben und vor allem leichte Stoffe aus Naturfasern wie zum Beispiel Leinen, Baumwolle oder Seide. Ebenfalls zum Schlafen eignet sich insbesondere dünne Kleidung aus Baumwolle, weil es die Hautfeuchtigkeit sehr gut aufnimmt.
Tipp 9: Sorge für guten Schlaf
Guter Schlaf ist wichtig für die Regeneration unseres Körpers. Statt dicker Decke kannst du beispielsweise einen leeren Bettbezug nutzen. Außerdem kannst du dir ein nasses Handtuch vor dem Einschlafen auf den Körper legen. Oder du füllst eine Wärmflasche mit kühlschrankkaltem Wasser.
Achte zusätzlich darauf, dass du die letzte Mahlzeit mindestens zwei Stunden vor dem Schlafengehen zu dir nimmst, damit dein Körper nicht noch mit der Verdauung zusätzlich zu stark beschäftigt wird.
4. Tipps für deine Ernährung bei Hitze
Es gibt bestimmte Lebensmittel, die du an heißen Sommertagen meiden solltest und solche, die besonders zu empfehlen sind.
Tipp 1: Achte auf deine Flüssigkeitszufuhr
Ausreichend Trinken ist nicht nur lebensnotwendig, sondern auch eine wichtige Voraussetzung dafür, dass du dich im Alltag wohlfühlst. Schließlich besteht der menschliche Körper zu fast zwei Dritteln aus Wasser. Trinke regelmäßig über den Tag verteilt – nicht erst, wenn du Durst empfindest. Gerade an sehr warmen Tagen lohnt es sich, bewusst auf eine feste Trinkroutine zu achten.
Empfehlenswerte Getränke sind immer auf Wasserbasis und enthalten möglichst wenig Zucker und Kalorien. Sollte dir Leitungs- oder Mineralwasser zu langweilig sein, kannst du dem Wasser durch die Zugabe von Kräutern, Früchten oder auch mit dem nach Zitrone schmeckendem Magnesiumcitrat einen leckeren Geschmack geben.
Sehr kalte Getränke werden nicht von allen als angenehm empfunden.
Tipp 2: Verzichte auf Alkohol
Auf Getränke mit Alkohol sollte weitestgehend verzichtet werden. Alkohol kann an heißen Tagen dazu führen, dass du dein Trinkverhalten weniger im Blick hast.
Tipp 3: Verzehre Obst und Gemüse mit hohem Wassergehalt
Frisches Obst und Gemüse versorgt dich nicht nur mit wertvollen Vitaminen und Mineralstoffen, sondern kann auch ganz nebenbei deine Wasserspeicher auffüllen. Gurke, Tomate, Wassermelone, Beeren und Grapefruit sind alles Lebensmittel, die einen hohen Wassergehalt aufweisen und dabei auch noch gut schmecken.
Tipp 4: Nimm kleine Mahlzeiten und leichte Kost zu dir
Üppige Mahlzeiten, die hinzukommend auch noch sehr fettreich sind, sollten im Sommer bestenfalls gemieden werden. Denn das bedeutet für deinen Magen-Darm-Trakt jede Menge Anstrengung, die sich schnell unangenehm anfühlen oder den Alltag belasten kann.
Setze daher lieber auf kleine und leichte Mahlzeiten, die gut verdaulich sind. Overnight-Oats, ein Quinoa-Salat, eine kalte Suppe und ein fruchtiger Protein-Shake sind super Möglichkeiten für sommerliche Speisen. Schaue dich für Inspiration doch einmal in unserer Rezeptsammlung um.
Tipp 5: Scharfes Essen unterstützt bei der Schweißproduktion
Es klingt paradox, doch scharfe Gerichte werden von manchen Menschen an sonnenreichen Tagen als angenehm empfunden. Nicht ohne Grund wird in heißen Ländern oft scharf gegessen. Du kennst bestimmt das ansteigende Hitze-Gefühl, wenn du etwas stark Gewürztes isst. Dabei öffnen sich deine Poren, was wiederum das Schwitzen fördert. Schweiß ist die körpereigene Klimaanlage. Scharfes Essen kann deshalb für manche Menschen gut in sommerliche Mahlzeiten passen.
Tipp 6: Achtung bei rohen Eiern, Fleisch und Fisch
An heißen Tagen solltest du bei rohen Eiern, Fisch und Fleisch besonders auf Frische und eine gut eingehaltene Kühlkette achten. Fleisch und Fisch sollte daher immer gut durchgebraten werden. Tatar, Sushi und Tiramisu sind im Hochsommer eher ungeeignete Mahlzeiten.
Tipp 7: Das große Grillen
Ein Sommer ohne BBQ wäre doch kein richtiger Sommer. An besonders heißen Tagen ist ein deftiger Grillabend dennoch nicht unbedingt zu empfehlen.
Wenn der Grill aber schon einmal glüht, dann im besten Fall zu zartem Bio-Fleisch ohne Marinade, Gemüse-Spieße und Fisch wie Lachs oder Forelle greifen. Salate lieber selbst machen und so auf unnötige Geschmacksverstärker und Konservierungsstoffe verzichten.
Tipp 8: Genieße ein Eis als kalte Erfrischung
Bei steigenden Temperaturen steigt auch die Lust auf erfrischende Schleckereien. Herkömmliches Eis schmeckt zwar lecker, enthält jedoch meistens viel Zucker. Für einen perfekten Eisgenuss kannst du dir Proteineis selber machen.
In diesem Artikel zeigen wir dir unsere besten Rezepte für leckeres Proteineis:
Wir zeigen dir, welche Vorteile ein Protein Eis im Vergleich zu herkömmlichem Speiseeis hat und wie du dir ganz einfach dein eigenes Prot...
Jetzt lesenTipp 9 bei Hitze: Magnesium bewusst ergänzen
Allein in Deutschland sind laut Nationaler Verzehrsstudie II rund 26 % der Frauen und 28 % der Männer nicht ausreichend mit Magnesium versorgt. Gerade an warmen Tagen kann es sinnvoll sein, die eigene Magnesiumzufuhr bewusster im Blick zu behalten. Magnesium trägt zu einem normalen Elektrolytgleichgewicht bei. Außerdem trägt Magnesium zu einem normalen Energiestoffwechsel bei und zur Verringerung von Müdigkeit und Ermüdung bei.
5. Unser Fazit zum Thema Tipps gegen Hitze
Hohe Temperaturen sind für unseren Organismus eine ziemliche Belastung. Durch das Vermeiden weiterer negativer Einflüsse und das Berücksichtigen bestimmter Maßnahmen kannst du deinen Körper gezielt unterstützen. So bewahrst du trotz Hitze in den Sommermonaten einen kühlen Kopf.
Achte besonders an den heißen Tagen auf deine Ernährung, die vor allem wasserhaltig und leicht sein sollte. Wenn du deine Versorgung im Sommer bewusst ergänzen möchtest, kann Magnesiumcitrat eine passende Option für deinen Alltag sein. Magnesium trägt zum Elektrolytgleichgewicht bei und trägt zu einer normalen Muskelfunktion bei.